Zurück am Spielfeldrand – meine Rückkehr zur Sportfotografie
Sieben Jahre voller Football, Spieltage, Emotionen und unzähliger Momente, die ich mit meiner Kamera festhalten durfte. Irgendwann wurde es weniger und schließlich ganz ruhig um das Thema Sportfotografie. Bis zu einer Begegnung, mit der ich so eigentlich nicht gerechnet hatte.
Eine Begegnung, die mich zum Rugby gebracht hat
Durch einen ehemaligen Spieler der Darmstadt Diamonds, den ich aus meiner damaligen Zeit noch kenne und der inzwischen Rugby bei der TG 75 Darmstadt spielt, bin ich schließlich beim Rugby gelandet. Eigentlich war es eher ein Zufall. Aber einer dieser Zufälle, aus denen sich etwas Schönes entwickelt. Also wurde das alte Sportobjektiv wieder herausgeholt und die Kamera eingepackt. Und schon nach kurzer Zeit am Spielfeldrand war dieses vertraute Gefühl wieder da.
Plötzlich war alles wieder vertraut
Rugby ist natürlich eine andere Sportart als American Football. Trotzdem gibt es vieles, was mir sofort bekannt vorkam.
Die Geschwindigkeit. Die körperliche Intensität. Die Emotionen. Die ständige Bewegung auf dem Spielfeld und vor allem die Herausforderung, den richtigen Moment zu erwischen.
Während ich fotografierte, kamen immer mehr Erinnerungen an meine Zeit bei den Darmstadt Diamonds zurück. An die vielen Spiele, die ich damals fotografiert habe. An die Spieler, die ich über die Jahre kennenlernen durfte. An die besonderen Momente, die man nur erlebt, wenn man regelmäßig mit der Kamera am Spielfeldrand steht. Und ich habe gemerkt, wie sehr mir genau das gefehlt hat.
Die Sportfotografie hat mich wieder gepackt
Was zunächst nur ein einzelner Rugby-Spieltag sein sollte, hat ziemlich schnell etwas in Gang gesetzt. Es hat einfach wieder Spaß gemacht.
Dieses Gefühl, während eines Spiels ständig aufmerksam zu sein und auf den einen Moment zu warten, der sich für ein gutes Bild eignet. Nicht zu wissen, was als Nächstes passiert, und trotzdem zu versuchen, genau den richtigen Augenblick zu erwischen.
Dabei geht es für mich gar nicht darum, möglichst viele Bilder zu machen. Es geht um die besonderen Momente: den Jubel, die Anspannung, die Konzentration, den Kampf um den Ball oder einfach einen kurzen Augenblick zwischen zwei Spielsituationen. Genau das hat mich schon damals an der Sportfotografie fasziniert.
Zurück am Spielfeldrand
Die Begegnung mit dem ehemaligen Diamonds-Spieler hat damit irgendwie eine kleine Tür wieder geöffnet, die lange geschlossen war. Aus einer zufälligen Begegnung wurde ein Rugby-Spieltag. Aus dem Rugby-Spieltag wurde die Erkenntnis, dass mir die Sportfotografie tatsächlich gefehlt hat.
Und so liegt mein Sportobjektiv jetzt jedenfalls nicht mehr ganz so weit hinten im Schrank. Vielleicht war das also nicht nur ein Ausflug in eine andere Sportart, sondern tatsächlich der Anfang davon, wieder häufiger Sport vor der Kamera zu haben.
Ich bin gespannt, wohin mich das führt. Eines steht für mich nach diesem ersten Rugby-Erlebnis jedenfalls fest:
Die Sportfotografie hat mich wieder gepackt.